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Dachbäder mit Köpfchen planen
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1. April 2011
 

Das Bad in den Dachboden zu verlegen, kann eine ideale Lösung sein. Lassen sich mit dieser Maßnahme doch Ausstattungswünsche realisieren, die bisher am Platzangebot "eins tiefer" scheiterten. Wer dann noch die lang entbehrte Badewanne geschickt unter einem Dachfenster platziert, darf sich zu jeder Tageszeit auf außergewöhnliche Aussichten freuen.

Allerdings: So schön sie zu bewohnen sind, so schwierig sind Dachbäder zu planen - vor allem im Hinblick auf ausreichende Kopffreiheit. Egal, wie man den Grundriss dreht und wendet, stets gilt es der Schräge ein Schnippchen zu schlagen. Bei Dächern mit einer Neigung unter 35 Grad raten viele Experten grundsätzlich von einem Umbau zum Wohlfühlbad ab. Als wichtiges Orientierungsmaß für die Funktionstüchtigkeit werden außerdem "Zwei-Meter-Linien" genannt. So benötigt der Mensch in der Regel zwei Meter in der Höhe und zwei Meter in der Breite, um vor dem Waschtisch aufrecht zu stehen und sich problemlos abzutrocknen.

Wichtige Richtmaße

Wer auch oder gerade als größerer Hausbewohner mit seinem Bad rundum erfolgreich 'gen Himmel abheben möchte, hat einiges zu beachten. So sollte

- das WC an der Hinterkante eine Kopffreiheit von 130, an der Vorderkante von 175 cm aufweisen.

- bei Duschen oder Badewannen mit Wandbrause vom Wannenboden aus gemessen eine Streckhöhe von mindestens 220 cm vorgesehen werden - etwa zum problemlosen Haarewaschen im Stehen.

- die Duschabtrennung werkseitig Ausgleichsmöglichkeiten bei der Montage vorsehen. Das ist vor allem bei unebener Dachschräge wichtig. Bei einem Modell mit Drehtür muss darüber hinaus gewährleistet sein, dass diese nicht gegen die Schräge öffnet.

- die Badewanne, wenn sie bei einer Dachneigung zwischen 25 und 45 Grad mit ihrer Schmalseite unter der Schräge sitzt, mindestens 160 cm lang sein.

- der Fußboden in jedem Fall auf seine Tragfähigkeit geprüft werden. Denn eine gefüllte Badewanne bringt schnell mehrere Zentner auf die Waage.

Auch auf die Raumaufteilung kommt es an

Bei sorgfältigen Entwürfen richtet sich das Auge aber nicht nur nach oben, sondern auch auf die Raumaufteilung in verschiedene Bereiche. Dabei können Elemente für Vorwandinstallationen als Trennwände fungieren, die auf beiden Seiten Sanitärobjekte tragen. Je nach vorhandenen Quadratmetern lohnt es sich zudem, den Kniestock vorzusetzen und den Hohlraum dahinter als Stauraum auszubauen.

Überhaupt ist im Dachbad das Maßschneidern von Schränken, Spiegeln oder Duschabtrennungen speziell für den Einbau unter der Schräge zwar oft die teurere, dafür aber auf Sicht die perfektere Lösung. Markenhersteller bieten für die vielfältigsten Badsituationen und ungünstigsten Raumschnitte eine breite Produktpalette sowie die Möglichkeit zur Sonderanfertigung.

Fotos: Duravit, Villeroy & Boch

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