Bad im Glück

Urban Jungle Style mal anders. Pflanzen begleiten uns im Badezimmer auch in diesem Jahr. Wer keine Topfpflanzen mag, lässt großformatige Blatt-Prints an den Wänden sprechen. Dabei muss es nicht immer in Grün sein, wie dieses Beispiel zeigt. Dafür aber im Mix mit grafischen Mustern ganz klassisch in Schwarz, Anthrazit und Weiß. Perfekt dazu: der Doppelwaschplatz mit weißen Becken und grauer Konsole. Cool. Waschtisch: Keramag VariForm

Foto: Geberit

Bad im Glück

Badtrends 2018 - Rezepte für den Ruhepol (I)

25. Februar 2018

Während die Welt draußen immer schneller rotiert, halten wir in den eigenen vier Wänden jetzt einfach mal die Zeit an. Und machen das Bad zum persönlichen Ruhepol. 30 Beispiele und Ideen, wie der Badtrend 2018 funktioniert.

Das passende Interieur und eine perfekte Planung vorausgesetzt, kann man sich im Bad selbst in bewegten Zeiten wie diesen rund um die Uhr glücklich fühlen. Dank nordischer Kombination, emotionalen Lichtwelten und schicken Ordnungshütern für die schöne Übersicht. Dinge auszuprobieren und Stile zu mixen, ist erfreulicherweise nicht mehr nur dem Wohnzimmer vorbehalten. Das liegt vor allem daran, dass die individuellen Einrichtungsmöglichkeiten in den zurückliegenden Jahren bedeutend größer und flexibler geworden sind. Was alles zur guten Stimmung rund um Wanne und Dusche beitragen kann? Bitte sehr!

Natürliches, Immergrün, Colour-Pops und Goldtöne

Haptisch angenehme Vollholz-Oberflächen, die zum Anfassen auffordern, wirken nicht nur wohnlicher. Sie lassen auch die kühle, glatte Alltagstechnologie vergessen, die vor der Haustür das Zepter fest in der Hand hält. Produkte mit griffigen und organischen Strukturen werden in jedem Fall ein fester Bestandteil in der Badeinrichtung bleiben – und sei es, dass sie als Imitat naturbelassene „rustikale“ Oberflächen lediglich vortäuschen. Schließlich fühlt auch das Auge immer mit. Hauptsache also, das Ergebnis sieht echt aus.

Weil angesichts der voranschreitenden Umweltzerstörung Natürliches hoch im Kurs steht, waren Grüntöne wie Salbei und Minze bereits im letzten Jahr ein großes Thema – und sind es immer noch. Dazu gesellen sich erneut freche Töne wie Sonnengelb und Kirschrot. Vielleicht schaffen die Colour-Pops ihren Durchbruch ja in diesem Jahr. In der Dekoration oder als Möbeloberfläche jedenfalls geben sie einen tollen Eyecatcher ab. Bei dem neuen Pantone-Trendton Ultra Violet ist Gleiches vorstellbar, zumindest bei Accessoires oder Textilien. Als einen weiteren Farbtrend machen Experten elegante Juwelentöne aus: Die Palette reicht von Smaragd- über Saphir- bis hin zu leuchtenden Goldtönen.

Nordische Kombination genießen und mit Monstera baden

Die passen sogar zu schlichtem skandinavischen Design, das nicht mehr aus dem Bad wegzudenken ist. Die Einrichtung soll gemütlich, aber nicht zu überladen sein. Allgemein gilt Balance als Grundlage zum Glück. Dazu wählt man Möbel in hellen, warmen bzw. gedeckten Farben und Teppiche mit grafischen Mustern. Diese nordische Kombination nennt sich aktuell übrigens „Lagom“ und verkörpert im Bad ohnehin gefragte Zeitlosigkeit. So hat die von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) initiierte forsa-Umfrage „Die Deutschen und ihre Bäder“ herausgefunden, dass knallige Farben eher kein Thema im Bad sind. Schade eigentlich. Gerade an dunklen Tagen, von denen es in Mitteleuropa genügend gibt, können kräftige Farbtupfer hier und da nicht schaden.

Auch Pflanzen bringen positive Energie in den neuen Ruhepol. Wer will, lässt Efeu aus oder Moos auf der Wand wachsen. Indoor ist das neue Outdoor, so hieß es schon in der Vergangenheit. Und daran ändert sich bis auf Weiteres nichts. Es muss jedoch nicht gleich ein „Urban Jungle“ sein. Ein kleines Arrangement mit Aloe Vera, Monstera oder zarten Gräsern reicht ebenfalls. Das sieht nicht nur bezaubernd aus, der grüne Look vermindert nachweislich das Stresslevel. Tief einatmen, alles wird gut.

Wahre Wunder bei Hektik bewirken Wannenbäder. Die VDS konnte das vor einigen Jahren mit einer eigenen, vom Institut für Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Hamburg wissenschaftlich begleiteten Studie belegen. Franziska van Almsick kam rein intuitiv zum gleichen Ergebnis, was sie nicht zuletzt für ihren Job als Bad-Botschafterin prädestiniert. Wichtig für alle, die sich wie die beliebte deutsche Schwimm-Ikone als „Badewannentante“ bezeichnen: Die neuen Modelle zum Abtauchen sehen attraktiver denn je aus. Sie stehen auf metallenen Füßen, haben feine Kanten, runde Ecken, sind in zahlreichen Acryl- und Emaille-Farben oder alternativ im schicken Stoffmantel zu haben und werden überdies mit Lichtleisten in Szene gesetzt.

Licht und Ordnung machen zufrieden

Überhaupt: Licht im Bad! Badewanne, Möbel – alles leuchtet. Sogar das WC. Kein Wunder, denn kaum etwas ist so unentbehrlich für das seelische Wohlbefinden wie Licht. Dabei dreht sich nicht mehr alles ausschließlich um Schmink- und Rasierlicht am Waschplatz. Vielmehr berücksichtigen die Entwickler zusehends die emotionalen und biologischen Wirkungen. Das Ergebnis sind Spiegelschränke, die Lebensgeister wecken und zu jeder Tages- und Nachtzeit für stimmige Atmosphäre und – noch wichtiger – das richtige Licht sorgen. Das Kommando über die verschiedenen Lichtwelten behält sich neuerdings ein kleiner „Zauberwürfel“ vor. Er lässt sich überall hin mitnehmen und dirigiert das Licht „wireless“ über bloßes Drehen und Wenden. Ist der Akku leer, geht die Miniatur-Schaltzentrale zum Auftanken auf die im Spiegelschrank eingebaute Ladefläche. So einfach ist das.

Zum zufriedenen Leben im angenehmen Ambiente gehört fraglos ein aufgeräumtes Zimmer. Nichts mehr herumstehen zu haben, ist allerdings Utopie. Es sei denn, man hat genügend Stauraum. Es gab Phasen, da kam er im Bad definitiv zu kurz. Das hat sich komplett geändert. Mehr noch: Modulare Schrank- und Regalsysteme bestimmen oftmals den Look des Raumes. Darüber hinaus werden Hoch-, Seiten- und Hängeschränke sowie universelle Regalelemente als Zusatzmöbel angeboten, die sich vielfältig zusammenstellen lassen. Ebenfalls ideal: Wandschränke, die sich als Schminkplätze entpuppen. Oder aber Ganzkörperspiegel, die seitliche Ausstellungsflächen bieten. Denn: Ordnung muss sein!

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