Badplanung

Wann ist der passende Zeitpunkt das Bad zu renovieren? Gründe hierfür gibt es viele. Optik, technische Neuerungen oder Komfortsteigerung, um nur einige zu nennen.

Foto: Kermi

Wenn es Zeit wird, das Bad zu renovieren

29. Mai 2024

Ein neues, modernes Badezimmer erhöht den Wohlfühlfaktor und kann unseren Alltag erleichtern. Doch der Weg zum neuen Bad scheint aufwändig zu sein, und es gilt im Vorfeld viele Fragen zu klären. Mit welchen Kosten muss gerechnet, welche technischen Standards müssen berücksichtigt werden? Welche Fördermittel gibt es, welche Normen müssen eingehalten und welche Anträge eingereicht werden? Und schließlich: Für welche Produkte soll ich mich entscheiden, wie treffe ich die richtigen stilistischen Entscheidungen, wie sieht die Umsetzung aus?

Die Renovierung eines Badezimmers ist zweifelsohne aufwändig, zeit- und kostenintensiv und nicht ohne fachliche Hilft zu bewerkstelligen – allein schon wegen der Haftpflicht bei möglichen Schäden. Kein Wunder also, dass das Badezimmer oftmals lange Zeit unangetastet bleibt, wenn es um die Umgestaltung oder Renovierung der Wohnung geht. So begegnen uns in vielen Wohnungen und Häusern Bäder, die das Flair der 1980er Jahre versprühen. In denen uns Sanitär-Keramik in Bahamabeige, Moosgrün oder Altrosa entgegenblicken und uns die Duschtasse bis zu den Knien reicht.

Dabei ist eine Komplettsanierung in vielen Fällen gar nicht notwendig. Oftmals reicht der Austausch einzelner Komponenten. Etwa, wenn ich mich am Waschplatz inklusive „Alibert“ sattgesehen habe. Oder wenn ich – sei es aus Komfortgründen oder zum Abbau von Barrieren – mit dem Umbau des Duschbereichs durch eine bodenebene Duschfläche schwellenlos Duschen gehen möchte. Oder wenn ich durch den Tausch des WCs gegen ein spülrandloses WC oder – besser noch – ein Dusch-WC ein Plus an Hygiene erreichen will. Dennoch ist es auch bei einer Teilsanierung ratsam, die Gesamtkomposition des Badezimmers im Blick zu behalten. Ansonsten kann es allzu schnell nach Stückwerk aussehen. Besonders bei einem Badezimmer, das optisch komplett aus der Zeit gefallen ist, lohnt sich eher eine ganzheitliche Badneuplanung, als der Austausch einzelner Komponenten.

Schon heute an morgen denken

Renovieren Badezimmer mit bodenebener Duch von glassdouche
Wenn wir das Bad renovieren, bietet sich eine bodenebene Dusche förmlich an. Die Duschkabine der Serie Josephine von glassdouche beispielsweise bietet eine horizontal geteilte Drehtüre. So kann etwa, wenn nötig, Pflegepersonal oder Familienmitglieder bei dem Duschen helfen, ohnen selbst nass zu werden. Foto: glassdouche

Naheliegend ist die Überlegung einer Neugestaltung des Badezimmers mit Blick auf eine altersgerechte Ausrichtung. Denn ist das Badezimmer der zentrale Raum, wenn es darum geht, möglichst lange selbständig im eigenen Zuhause leben. Denn gerade im Alter wird das Bad durch körperliche Einschränkungen zu einem Bereich, in dem wir ohne Hilfestellungen immer schwieriger zurechtkommen. Und wer sein Haus altersgerecht bzw. pflegegerecht gestalten will, kommt um eine Modernisierung des Badezimmers nicht herum. Eine frühzeitige altersgerechte Ausrichtung geht aber auch mit einer deutlichen Komfortsteigerung einher, die auch jüngeren Menschen zugutekommt. Zumal sie in der modernen Badplanung alles andere als „alt“ aussehen muss. Hilfestellungen bieten hier Badprofis, die auch über Fördermöglichkeiten den Überblick haben.

Wichtigstes Element ist dabei die bodenebene Dusche, die im Idealfall so gestaltet ist, dass ausreichend Platz für eine Nutzung mit Rollstuhl und eine Pflegeperson vorhanden ist. Dabei ist die bodenebene Gestaltung ein (optischer) generationenübergreifender Komfortgewinn. Haltegriffe für Toilette, Badewanne und Dusche lassen sich in der Regel recht einfach und ohne große Veränderungen des Badezimmers nachrüsten. Dennoch sollte bereits vorher daran gedacht werden, dass Tragfähigkeit für die Befestigung bei der Nachrüstung gegeben ist.

Moderner Stil für ein besseres Wohngefühl

Bei der Gestaltung des Waschplatzes spielt Licht eine bedeutende Rolle. Besonders indirektes Licht am Waschtisch aber auch Nischenbeleuchtung oder Leuchtelementen in Badmöbeln, wie etwa mit der Kollektion Qatego von Duravit stehen für eine moderne Badgestaltung.

Alte Badezimmer sind produkttechnisch und optisch natürlich nicht mehr auf dem aktuellen Stand. So dominieren immer noch dunkle Farben oftmals auch kleine Bäder und erzeugen so eine beengte Atmosphäre. Komplett in Weiß gehaltene Bäder strahlen eine klinische Atmosphäre aus. Dabei gibt es im aktuellen Baddesign genügend Möglichkeiten, Badezimmer mit farbigen Akzenten hell und freundlich zu gestalten, was gerade kleine Bäder größer wirken lässt.

Eine individuelle Gestaltung ist heute für das Bad fast eine Selbstverständlichkeit. Die Gestaltungsvielfalt fängt natürlich beim Waschplatz an. Die Schaltzentrale des Badezimmers bietet heute unzählige Varianten, allein schon bei der Wahl des Waschbeckens: eine große Auswahl an Farbtönen, Größen und Formen als Einbau- oder Aufsatzbecken haben den weißen Einheitswaschtisch längst abgelöst. Hinzu kommen unterschiedliche Materialien wie etwa Keramik, Mineralguss oder Naturstein. Spiegel und Spiegelschränke mit umlaufender LED-Beleuchtung oder indirektem Licht mit vertikaler Ausrichtung können integraler Bestandteil der Badezimmerillumination sein.

Eine freistehende Badewanne als Blickfang, Sideboards, Hochschränke und Nischenlösungen oder eine in warmen Farben gehaltene Boden- und Wandgestaltung tragen zur Wohnlichkeit des Badezimmers bei.

Ein Plus an Komfort für ein Plus an Lebensqualität

Ein Komfortplus der anderen Art: Mit der pneumatischen WC-Fernbetätigung TECEflushpoint können Badbesitzer selbst entscheiden, aus welcher Position die Spülauslösung für sie am komfortabelsten ist. Foto: TECE

Natürlich ist eine Modernisierung des Badezimmers der beste Zeitpunkt sich etwas mehr Komfort im Bad zu gönnen. Die bereits erwähnte bodenebene Dusche zählt dabei sicherlich zu den Verbesserungsmaßnahmen, die man schnell nicht mehr missen möchte. Ein weiterer großer Komfortsprung lässt sich beim WC erreichen. Moderne, spülrandlose Toiletten sind deutlich einfacher zu reinigen und sparen am Einsatz von Reinigungsmitteln. Wer über den Einbau eines Bidets nachdenkt, sollte zudem den Austausch des WCs gegen ein Dusch-WC in Betracht ziehen. Mit Warmwasserdusche und Fön bis hin zur Sitzheizung ausgestattet, bieten Dusch-WC nicht nur deutlich mehr Hygiene, sondern auch die Einsparung von Toilettenpapier. Außerdem ist die Reinigung des Intimbereichs und des Pos bei körperlicher Einschränkung länger eigenständig möglich und muss nicht von Pflegepersonal vorgenommen werden; eine Handlung, die in der Regel schambehaftet ist. Ein vorhandenes Bidet kann bei der Badmodernisierung mit einem Dusch-WC zusammengelegt werden, was wiederum für mehr Nutzungsfläche sorgt.

Zu guter Letzt sollte auch der Heizkörper bei der Badmodernisierung eine Rolle spielen. Bei einer Grundsanierung stellt sich die Frage nach einer Fußbodenheizung, die besonders in der kalten Jahreszeit ein großer Wohlfühlfaktor ist. Moderne Heizkörper sind aber auch optisch ein Gewinn und können, mit Add-ons ausgestattet – auch als Handtuchwärmer oder zum Abstellen von Accessoires dienen.

Was ein neues Badezimmer kostet, erfahren Sie hier.